Poetry Slam?
Poetry Slam ist ein moderner Dichterwettstreit, bei dem die Autoren zeitlich begrenzt und ohne Hilfsmittel, ihre Texte vor einem Publikum vortragen können. Das Konzept Poetry Slam schlägt eine Brücke zwischen dem gedruckten Wort und der Bühne und überwindet die archaischen Grenzen zwischen Autor und Zuhörer: Beim Poetry Slam ist der Zuschauer integraler, aktiver Bestandteil der Veranstaltung, nicht nur, weil das Publikum am Ende den Sieger bestimmt.
Bei Poetry Slams gibt es stilistisch keine Einschränkungen. Von humorvollen Kurzgeschichten über Spoken Word und Hip Hop bis hin zu gesellschaftskritischer Lyrik ist alles erlaubt und gewollt. Kurz gesagt: Poetry Slam reißt eine Menge Mauern ein und macht auf diesem Weg Literatur zu einem spannenden Live-Erlebnis.
Seit einigen Jahren erfreut sich Poetry Slam in Deutschland einer enormer Popularität. Mit etwa 100 monatlichen Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum, zu denen teilweise viele hundert, manchmal über 1000 Zuschauer kommen und mehreren regelmäßigen Fernseh- und Radioformaten, ist diese literarische Bewegung momentan an ihrem bisherigen Höhepunkt.
Das Hauptereignis der Szene ist die jährliche deutschsprachige Meisterschaft, die im Jahr 2010 zum ersten Mal überhaupt ihren Weg ins Ruhrgebiet findet.
Die Städte Bochum, Duisburg, Essen und Oberhausen werden in Kooperation die Veranstaltungsorte für den Slam-Höhepunkt des Jahres stellen. Mehr als 150 Poetinnen und Poeten aus mehr als 80 Städten werden im Wettbewerb in den Kategorien Einzel, Team und U20 gegeneinander antreten.
Die Austragungsorte sind repräsentativ für das Ruhrgebiet, das Rahmenprogramm hat einen europäischen Schwerpunkt, dessen Highlight der Europa-Slam mit Slam-Poetinnen und Poeten aus anderen europäischen Ländern sein wird.






